Geschichte
Die Maria Schutz Apotheke ist bereits in 4. Generation in der Hand einer Apothekerfamilie.
Sie wurde 1914, knapp vor Ausbruch des 1. Weltkrieges von Mr. Albin Kretschmann, dem Urgroßvater der heutigen Konzessionärin, eröffnet. Das Sortiment bestand damals aus ca. 1500 (!) Artikeln, davon ca. 300 Spezialitäten.
Seit 1921 arbeitete auch sein Sohn Johann Kretschmann in der Apotheke mit und übernahm im Mai 1933 die Leitung und Konzession der Maria Schutz Apotheke. Als begeisterter Bergsteiger und Schifahrer entwickelte er die Fieberblasensalbe Labisan®, die in großen Mengen im Labor der Apotheke hergestellt und in diverse Länder exportiert wurde und ließ sie nach guten Erfolgen im Jahr 1931 national und 1936 international schützen. 1953 wurde Sir Edmund Hillary vom englischen Alpinausrüster Robert Lawrie für die Mount- Everest-Erstbesteigung mit Labisan® versorgt. Auch Hermann Buhl nahm Labisan® zur Erstbesteigung des Nanga Parbat im selben Jahr mit auf den Weg.
Von 1963 bis 2000 hatte Mag. Heinz Kretschmann, Sohn von Mr. Johann Kretschmann die Konzession der Maria Schutz Apotheke. Auch er nahm einige Umbauten und Modernisierungen vor.
Labisan® musste als Arzneispezialität unter dem Namen Labisan® med neu angemeldet werden, und der Verkauf wurde auf Apotheken und Fachdrogerien beschränkt. Daraufhin wurde Labisan®protective als kosmetische Variante zum Schutz und zur Pflege der Lippen entwickelt und vertrieben.
Seit 2001 ist die Konzession der Maria Schutz Apotheke in der Hand von Mag.pharm. Gabriela Niederkofler, der Tochter von Mag. Heinz Kretschmann. Noch im selben Jahr wurde aufgrund verschärfter Auflagen der Inprozesskontrollen die Produktion von Labisan® ausgelagert und somit gleichzeitig mehr Raum für eine Offizinvergrößerung im Rahmen eines Großumbaus der Apotheke gewonnen.
Gemeinsam mit dem Architekten und dem Grafiker wurde das Corporate Identity neu ausgearbeitet und das äußere Erscheinungsbild der Apotheke auffällig in rotem Glas gestaltet.
Der Verkaufsraum (Offizin) wurde von 30 auf über 90m2 vergrößert und mit einem 2. Eingang versehen. Die lange Tara wurde durch 2 barrierefreie Doppelverkaufsplätze und einen Rezeptur-/ Rezeptionsplatz ersetzt. Es werden ca. 1500 gängige Artikel dort gelagert. Die moderne Rohrpostanlage befördert die restlichen Artikel nach Anforderung über Verkaufscomputer zum jeweiligen Verkaufs- bzw. Beratungsplatz. Dadurch bleibt der Pharmazeutin bzw. der PKA genügend Zeit für individuelle Beratung ihres Kunden. Insgesamt verfügt die Maria Schutz Apotheke heute über ein Warenlager von ca. 5000 (!) verschiedenen Artikeln. Durch die Vergrößerung der Auslagenfenster und die klare Raumstruktur wirkt die ganze Apotheke sehr freundlich und hell und sorgt für einen ruhigen, übersichtlichen Eindruck.
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